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Freifunk, offene Netze und Trollgehabe

Unsere Community nutzte für die internen Absprachen anfangs Telegram. Später wechselten wir relativ geschlossen auf Riot/Matrix (https://matrix.ffggrz.de), um unsere Daten nicht in fremde Hände geben zu müssen.
Nach einigen Missverständnissen in der internen Kommunikation, gingen wir dazu über, die relevanten Räume im Matrix-Raumverzeichnis zu veröffentlichen und die Räume insgesamt (einladungsfrei) zu öffnen.

Durch unsere Bekanntschaften bei den benachbarten Communities besuchten gelegentlich auch deren Mitglieder unsere Räume und tauschten sich mit uns aus, so wie wir bei den Nachbarn vorbeischauten.
Ein Mitglied (unser "Troll") fiel dabei durch sein hohes Schreibvolumen und die Inhaltsleere seiner Monologe auf und machte in unserem Standardraum eine vernünftige Diskussion der restlichen Mitglieder unmöglich.
Matrix-interne Ansätze (benutzerspezifisches Verbergen (ich sehe seine Beiträge nicht) und Blockieren (nur bei verschlüsselten Räumen, er kann meine Beiträge nicht lesen)) führten zu nichts, da die gelegentlichen Antworten einzelner (nicht-verbergender) Mitglieder zu Konfusion führten.
Der Raum wurde unbenutzbar. Wir eröffneten einen neuen "Haupt"-Raum, benannten den alten um und ließen den Troll zurück.
Das ging relativ lang gut, da er sich im Restraum austoben konnte und noch einzelne, resistente Mitglieder da waren, die ihn lasen. Er bekam seinen Fisch und der Hauptteil von uns seine Ruhe.

Gestern kaperte er den Hauptraum und jetzt steht abermals die Frage an, wie wir damit umgehen.
Nachdem seine Beleidigungen ("[A] ist echt wie der Köter vom [B]") nach einer klaren Verwarnung ("Du hast unseren letzten Raum mit deinen Monologen unnutzbar gemacht und startest hier dasselbe. Es kann nicht angehen, dass du unser friedliches Miteinander derart störst und eine ernstgemeinte Diskussion unmöglich machst. Hier ist jetzt Schluss.") überhand nahmen, habe ich ihn zweifach des Raumes verwiesen und nach jeweiliger anschließender Rückkehr endgültig gebannt. Auf seinem bis dato gleichzeitig genutzten Zweitkonto machte er einfach weiter, so dass ich das auch bannte.
Ruhe kehrte ein.
Für 10 Minuten.
Währenddessen richtete er ein neues Konto ein und machte an gleicher Stelle weiter. Erneuter Bann.
Das Spiel wiederholte sich ein paar Mal, bis ich schließlich den Raum schloss (Eintritt nur noch auf Einladung).
Daraufhin betrat er einen anderen (unseren Witze-Raum) und machte dort weiter. Thematisch unpassend, beleidigend und störend.

Wir halten die dynamischen Sperrungen personell nicht durch. Freifunk ist für uns alle ein Hobby, dem wir abends nachgehen. Wir haben nicht das Zeitkontingent, nicht die Lust und auch nicht die Motivation, um mit jemandem mitzuhalten, der den ganzen Tag frei hat und jeden Gedanken/jede Beleidigung in den Raum stellt.
Die Zeit, die wir hier verlieren, fehlt an anderer Stelle.

Einige von euch mögen das vielleicht lustig finden.
Für uns stellt es ein großes Ärgernis dar, wenn vernünftige Diskussionen und Absprachen unmöglich werden, wenn man erst seitenweise Text scrollen muss um die wichtigen Inhalte zu finden.
Das Schließen der Räume kann nur ein vorübergehendes Mittel sein, bis sein größter Schwung verflogen ist. Allerdings warte ich darauf schon seit 2-3 Jahren ohne Erfolg.
Ignorieren/Blockieren/Kicken/Bannen half nicht, einen Umzug will ich nicht schon wieder, denn irgendwann muss auch mal Schluss sein. Den gesunden Menschenverstand, auf den ich gern setzen würde, kann ich hier leider nicht mehr unterstellen. Hier geht es ausschließlich um Störung unserer Community, während uns gleichzeitig vom Troll vorgeworfen wird, dass wir nicht frei, offen und freifunkig genug sind. Das unterstellte Nazi-Gedankengut, die AfD-Nähe/Mitgliedschaft/Arschkriecherei (bei den Wahlen 2019 holten sie 30% im Stadtrat und für Europa) ist für mich und seine anderen adressierten Ziele beleidigend, aber (vermutlich) nicht justiziabel.

Wie geht man damit um, wenn einem ein Teil des Hobbies (freie Netze) durch einen Ideologen kaputt gemacht wird, der freie Netze fordert und durch sein Vorgehen ebendiese freien Netze stört?
Was tut man, wenn die Gegenseite nur auf (Zer)Störung aus ist?

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Comentarios
Lustig
Wenn die AfD das nun liest, denkt sie bestimmt sie hat Freunde gefunden. ;-)

Wirklich belustigend wie schnell man sich immer gegen mich positionieren kann, aber wie sehr man ein positionieren gegen die AfD versucht zu vermeiden.
0 (4 Votos)
Publicado el día 28/05/19 11:39.
Aber hey Matthias, du hast doch hier jetzt die Chance dich öffentlich von der AfD zu distanzieren, oder ist deine persönliche Abhängigkeit vom Wohlwollen der AfD in den nächsten 7 Jahren einfach schon so groß, dass du dich da lieber abduckst?
0 (4 Votos)
Publicado el día 28/05/19 11:53.
Es ist bezeichnend, dass du so leicht von deiner Sperrung im Raum auf die AfD schwenkst. Fühlst du dich auch unverstanden und denkst "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen"?
Und uns unterstellst du AfD-Nähe.

Aber mal ernsthaft. Ich kann mich sehr schnell gegen dich positionieren, auch wenn ich dieses Mal lang mit mir gehadert habe und erst nach 1000 Monologeinträgen und unzähligen Beleidigungen reagiert habe.
Die Community musste ich dafür nicht fragen. Das ist mein Artikel. Da steht mein Name drunter.
Wer eine Community-Meinung will, muss auf den Konsens halt länger warten.
Sollen wir heute Abend statt des Kodex lieber deine Sperrung diskutieren? Bist du wichtiger?
+1 (5 Votos)
Publicado el día 29/05/19 10:21.
Und genau deswegen könntest du dich eben auch als Einzelperson von der AfD distanzieren und feststellen das es eine in ihrer Kernpolitik zu tiefst faschistisch und rassistisch orientierte Partei ist, deren Hauptprogramm die Ausländerfeindlichkeit ist.
Aber sich hinter anderen zu verstecken ist wohl einfacher...
0 (4 Votos)
Publicado el día 29/05/19 11:30 en respuesta a Matthias Drobny.
Auch nach Wochen fehlt eine Distanzierung von dir.
Überhaupt ist es äußerst verdächtig, dass 2/3 des Vorstandes sich bis heute nicht distanzieren konnte/wollte. Zusammen mit dem knapp 30% AfD Wahlergebnis in Gera und der Erkenntnis das bei den U50 Jährigen mehr AfD-Wähler als drüber zu finden sind, ergibt das ja dann doch ein deutliches Bild.
Nach wie vor haben sich nur 2 Mitglieder effektiv distanziert und der Rest nur geschwurbelt, oder wie die Hardcorefraktion, eben gar nicht erst was gesagt...
Das traurige an dir ist nur, du tust es rein aus "beruflichen" Gründen... Auch diese Beobachtung verfestigt sich mehr und mehr...
0 (2 Votos)
Publicado el día 17/06/19 14:11 en respuesta a Sascha.

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Im Rahmen der Kundgebungen zum 1. Mai wurden wir als Freifunker gefragt, ob wir einen Stand in der Innenstadt betreuen und aufstellen möchten.

Nachdem wir in der Vergangenheit solche Vorschläge meist abgelehnt haben und auf unsere fehlende Ausrüstung verweisen mussten, kam uns diesmal eine günstige Kaufgelegenheit für Bistrotische gerade recht um endlich einen eigenen Stand aufbauen zu können.

An unserem Stand in der Schlossstraße in Gera konnten wir ganz entspannt unseren neuen portablen Mast ausprobieren und Pläne schmieden, was zukünftig (mit mehr Publikum) verbessert werden kann.