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Mängel am Konzept für den Hackerspace

Vaihda
Mängel am Konzept für den Hackerspace
Vastaus
19.7.2018 11:49
Hallo Leute.

Ich habe am Konzept für den Hackerspace etwas zu beanstanden.
Genauer gesagt mit Punkt 2.1, in dem es u.a. lautet;

   2.1 Austausch mit weiteren Freifunkinitiativen
   Entsprechend der Projektbewerbung wird eine Vernetzung der lokalen Community mit anderen
   Thüringer bzw. überregionalen Freifunkgemeinschaften angestrebt.

Es wäre also schön (und richtig), wenn ihr den Zuwender und die restliche Öffentlichkeit, hier nicht immer weiter mit Dingen, am Rand zur glatten Lüge, voll dröhnt.
Sind wir doch mal ehrlich. "Die anderen Thüringer", sind für euch doch stets nur Mittel zum Zweck gewesen, um die eigene Bauchstreichelei zu begründen.
Seit 2015, ging von euch (Verein und Projektverantwortliche) NULL Impuls aus, um diese "Vernetzung" auch anzustreben. Dennoch taucht es immer wieder in Dokumenten auf. Meist genau dann, wenn es "schön aussieht" und euch irgendwie nutzen soll, wie hier auch wieder.

Von den anderen, interessiert euch doch nur Information, Sourcecode und Dokumentation und wo man diese Dinge finden kann. Abweichende Meinungen, oder gar Kritik am Projekt oder dem Vorgehen, sollen allerdings zu Hause bleiben und werden stets nur mit leerem Geschwätz quittiert.

Wenn ihr euch nun also auf den letzten Metern noch mal mit 20-30 tausend Euro den Bauch streicheln wollt, gut, dann tut das. Aber lasst bitte den alten Mythos über die Vernetzung mit den anderen raus, mit der ihr, in eurer ursprünglichen Bewerbung, auch schon über die tatsächlichen Verhältnisse hinweggetäuscht habt.

Diese Vernetzung gibt es nicht und bei aller Kreativität, die ich aufbringen kann, sehe ich sie auf absehbare Zeit auch nicht kommen. 

RE: Mängel am Konzept für den Hackerspace
Vastaus
24.7.2018 15:25 vastaus kirjoittajalle Sascha.
Und nochmal ich.

Ich möchte hier noch mal zu bedenken geben, dass bei einem weiterreichen der Gelder, natürlich ebenfalls die Rahmenbedingungen der LHO und des SubvG gelten.
In diesem Kontext, dürfen keine gezielt bewussten Falschangaben, zu subventionserheblichen Tatsachen gemacht werden. Ein Zuwiderhandeln, führt schon direkt zum Tatbestand des Subventionsbetruges, nach § 264 des StGB.

Wenn nun also der Zuwender, der im Zweifel gar nichts davon weiss, wie schlecht es um eure Beziehungen zu den anderen Thüringern steht, diesen Teil des Antrags liest, könnte er ein positives Bild von der Situation bekommen. Der Zuwender könnte denken, dass ihr an Treffen und vernetzen mit den anderen Thürigern aufrichtig interessiert seid und es realistisch wäre, dass dies dann passiert.

Einem eingeweihtem Beobachter, der in den letzten Jahren die Thüringen-treffen besucht hat, ergibt sich allerdings ein ganz anderes Bild.
Der konnte beobachten, dass vom ffggrz zu solchen Vernetzungstreffen fast nie jemand kam. Und wenn doch, dann nur Projektfunktionäre.
Diese haben sich seit 2015 allerdings bei keinem Treffen, auch nur ein Stück auf die anderen zubewegt. Folglich war die Stimmung auf diesen Treffen auch immer eher angespannt und Richtung Gera wenig produktiv. Die Projektfunktionäre schoben stets mit leerem Geschwätz die Schuld von sich und dem ffggrz weg, hin in Richtung der Stadt und zeigten keinerlei Willen, die Wünsche und Kritikpunkte der Thüringer Freifunker aufzunehmen und diese, weiter in Richtung des Zuwenders zu vertreten und vermitteln.
Und selbst wenn einzelne außenstehende (in dem Fall ich), konkrete Anträge gestellt haben, die aufzeigten, was vom Projekt/ffggrz ausgehen muss, damit sich die anderen Thüringer Freifunker auch bedenkenlos einbringen können und wollen (https://write.ffggrz.de/p/KonzeptRestmittelverwendung_KooperationInhalte), wurde nur abgewiegelt mit argumentativer Schwurbelei, ala "Bla bla ist ja vieles ganz interessant und sicher auch richtig, bla bla, können wir so aber nicht teilen bla bla, man sollte aber darüber reden bla bla bla". Und bei diesem "Blabla" bleibt es dann auch immer.

Nun also zu glauben, dass nach Ablauf des Projekts, sich die dafür verantwortlichen Leute, die sich die ganze Zeit nur eingeigelt und die Angelegenheit ausgesessen haben, in irgendeiner Form noch in den Thüringer Freifunk einbringen werden oder können (es gehören ja immer 2 dazu), wäre mehr als Naiv.

Faktisch verliert der ffggrz mit Projektende alles, was für die andere noch von Interesse gewesen wäre. (Einfluss auf das Ministerium und die Politik)
Auch der, in Punkt 2.1 weiter aufgeführte Austausch, von im Projekt gesammelten Erfahrungen, rundum technische und soziale Aspekte, dürfte für die anderen Thüringer, aufgrund eigener und längerer Erfahrung, auch wenig von Interesse sein.
Darüber hinaus hat der Projektleiter vor gut einem Jahr ohnehin schon eingeräumt, dass er selbst nicht davon ausgeht, dass das Ministerium, nach Förderung der Geburts- und Patenstadt seines Ministers, für Freifunk, noch einmal Geld in die Hand nimmt.

Da wir hier nun alle dasselbe Wissen um die Situation haben, ist doch also eher davon auszugehen, dass Punkt 2.1 im Antrag, eine absichtliche Täuschung, wider besseren Wissens, zur Erschleichung einer Förderleistung ist.
Wenn es also schon nicht der Anstand ist, der euch dazu bringt, "die anderen Thüringer" hier nicht weiter wie üblich zu instrumentalisieren, nur um sich mal wieder selbst was Gutes zu tun, dann ja vielleicht die Durchschaubarkeit dieser offensichtlichen Falschangabe und die damit verbundene rechtliche Brisanz, die Falschangaben in dieser Angelegenheit haben könnten.