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Restmittelverschwendung in Blech?

Restmittelverschwendung in Blech?
Vastaus
9.9.2018 16:08
Hallo Leser.

Ich möchte hier einmal die Aufmerksamkeit auf folgendes Pad lenken:
  https://write.ffggrz.de/p/KonzeptRestmittelverwendung_Server

Das Projekt nähert sich ja nun dem Ende und es sind noch eine Menge an Fördermitteln übrig, weil vom Projekt und dem ffggrz, außer dem Aufbau des Backbones, nichts von den angekündigten Dingen (z. B. Stärkung des Freifunks in Thüringen) auf die Beine gestellt werden konnte.

Leider befürchte ich, dass dieses, gelinde gesagt, nutzlose und äußerst unkreative verplempern von Geldern, einmal auf alle Thüringer Freifunker zurückfallen wird.
Nur all zu leicht, kann hier der Eindruck entstehen, Thüringer Freifunker wären nur dazu in der Lage, Gameserver, SETI@Home und ähnlichen (meiner Meinung nach) nutzlosen Mist, auf die Beine zu stellen.

Mittlerweile gehe ich auch davon aus, dass der Zuwender, Freifunk in Thüringen, aufgrund der sehr mageren Ergebnisse des Pilotprojekts, nicht weiter fördern wird.
Leider werden Zuwender und Öffentlichkeit dabei vergessen, dass es sich in Gera, lediglich um rund 4% der Thüringer Bevölkerung handelt und dabei auch noch um eine, geradezu künstlich (für den Empfang von Förderleistungen) gegründete Community, mit (auch heute noch) wenig Manpower.

Im Umkehrschluss bedeutet dies aber, dass 96% der Thüringer und vor allem das Gros der Freifunk Erfahrung und Manpower im Bundesland, die durch schon lange existierenden Initiativen (wie z. B. dem Weimarnetz mit seinen über 17 Jahren) besteht, völlig ausgeschlossen waren und keinerlei sinnvolle Gestaltungsmöglichkeiten, für eine Zukunft von Freifunk in Thüringen, hatten.

Leider sind aber genau jene 96% am Ende auch die Leidtragenden, wenn es nach Förderende, Aufgrund wenig überzeugender Abschlussergebnisse (in der Paten und Geburtsstadt des zuständigen Ministers), in Thüringen, nur nach verkorkstem Vorbild, oder gar nicht, weiter geht.

Und diesen Schaden, haben die 96% dann nicht nur, weil nicht weiter gefördert wird, sondern primär auch, weil vom Pilotprojekt und dem ffggrz, einfach absolut nichts geschaffen wurde, dass dem ursprünglichen Ziel, "Freifunk in Thüringen stärken", auch nur im Ansatz gerecht werden könnte.

Weder sind bis heute, Dokumente mit Inhalt, der für andere von sonderlichem Wert wäre, entstanden, noch irgendwelche Vorträge, um das Thema Freifunk gegenüber Kommunen gut zu vermitteln, geschweige denn Personen, die elegalant und überzeugend, einen solchen Vortrag halten könnten.
Auch auf der politischen Ebene, um für den Freifunk in Thüringen etwas zu erreichen (z. B. die Sache mit den Landesdächern), hat der selbsternannte "Vorreiter in Thüringen", nur durch kontinuierliches nichts tun und damit auch nichts erreichen, geglänzt.

Ich würde hier also eher von einem "Verreiter" als von einem "Vorreiter", sprechen, denn verritten, hat sich da Projekt hier an vielen Ecken und Enden.
Genutzt , hat es außer ein paar wenigen Personen, jedenfalls niemandem.

Nur der ffggrz, bzw. der noch nicht zerstrittene Teil, der dem Projekt und seinem Leiter (der sich dann vermutlich, schon mopsfidel bei der Stadt, für eine Weiterbeschäftigung, eingenistet hat), bis zum Ende hin die Stange hielt, wird dann - vollgefressen, wie die sprichwörtliche Made im Speck - wohl zufrieden das abundante Bäuchlein streicheln, während er im frisch mit Fördergeldern eingerichteten Hackspace sitzt, seine ebenfalls damit bezahlten überflüssigen Server verwaltet und darauf wartet, (wie im vorletzten Protokoll der LG angekündigt) von Minister Patenonkel, eine Folgeförderung für OpenData oder ähnliches, einzuheimsen.

Ganz großes Fördertennis.... *clap clap*