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Unvereinbarkeitserklärung und Wahlergebnis

Aus gegebenem Anlass möchten wir, wie auch schon andere Communities hier in Thüringen, klarstellen, dass wir uns dem „Memorandum of Understanding“ von Freifunk verbunden fühlen und damit indirekt auch der Unvereinbarkeitserklärung des CCC.
Insbesondere die darin verfassten ‚Soziale Prinzipien‘ sind absolut unterstützenswert und benötigen keiner Diskussion.

Das Wahlergebnis hier in Gera, mit ~30% für rechte Parteien, ist mehr als erschreckend. Rechtes Gedankengut ist unvereinbar mit der Idee von Freifunk und darüber hinaus mit eigentlich allem.

Wir hatten vorgestern Abend ein relativ langes, angeregtes Gespräch über unsere Ansichten bezüglich rassistischer, faschistischer, ableistischer, sexistischer und anderer menschenverachtender Gewalt und waren uns aber schon innerhalb von ein paar Minuten einig, dass wir alle diese Gewalt absolut verwerflich finden und eher links der politischen Mitte aufgestellt sind.
Dazu hatten wir auch Vertreter des ‚Runden Tischs für Toleranz und Menschlichkeit‘ eingeladen.
Unser Zögern, zu welchem uns recht schnell AfD-Nähe unterstellt wurde, galt nicht dem Grundgedanken dahinter, sondern viel eher der Tatsache, dass einige der Ausschlüsse in anfangs erwähnter Schrift, uns nicht weit genug gingen oder unvollständig erschienen und wir außerdem mal in der Community darüber sprechen wollten und nicht vorschnell eine Person eine Meldung dazu rausgeben sollte.
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Ich möchte mich diesbezüglich noch klar von rechtsradikalen Parteien und Organisationen wie unter anderem AfD, 'Der III. Weg', NPD, 'Die Rechte', Thügida distanzieren.
Verfasst am 31.05.19 14:09.
Danke Eric, dass du das als Communityminimum gepostet hast. Mir persönlich ist das bei weitem nicht genug.

Ich denke, dass nicht nur NPD, Dritter Weg und Konsorten als rechtsextreme in meinem Umfeld von mir abgelehnt werden, sonder ebenfalls die AfD, welcher durch öffentliches Auftreten Rechtsextremismus keinesfalls abgesprochen werden kann. Ich habe keine Lust auf Nazis in meinem Umfeld und unter anderen sind die oben beschriebenen Haufen und Organisierte Naziveranstaltungen, wie Thügida o.ä. für mich weder konsensfähig noch erwünscht.

Auch kann meines Erachtens Wählern der Nazipartei AfD nicht unterstellt werden, dass diese nichts von deren menschenfeindlichen Anliegen wüßten.

In Gera zieht sich das Problem jedoch nicht nur durch öffentlich bekannte rechtsextreme Parteien und Vereinigungen, sondern es ist ein Rechtsruck, der dieses Gedankengut als konsensfähig zu sein scheint. Dies ist es und kann es für eine Communitybildende Vereinigung wie Freifunk oder eine offene Einrichtung wie einem Hackspace nicht sein. Offenheit kann meiner Meinung nach nur erreicht werden indem Freiheitseinschränkende, faschistische Gruppierungen und Parteien konsequent entgegengetreten wird.

Danke Eric, dass du die Minimalübereinkunft der Community Veröffentlicht hast, auch wenn du diese ebenfalls gern erweitert gesehen hättest.

Ich wollte das gern als persönliches Statement noch anfügen, da ich mich außer im Antrag das Memorandum of Understanding im Chat bislang wenig öffentlich geäußert hatte.
Verfasst am 31.05.19 14:25.
Hallo,
in der Regel äußere ich mich hier recht selten. Ich bin im Matrix Chat aktiv und persönlich ansprechbar.
Aufgrund meines Alters sind auch Shitstorms in irgendwelchen Teilen des Netzes (zB Mastodon) für mich eher "Häh...da war was?!?".
Nun ist es aber so, dass ich und mein Verein/Community massiv angegangen worden (Fascho, Nazi u.ä.) und das von Leuten, die ich nicht persönlich kenne. Die Diskussionskultur war für mich eher befremdlich.

So sehe ich mich gezwungen, nochmal deutlich zu sagen:
Ich bin gegen Diskriminierung, Extremismus, Sexismus und Gewalt jeglicher Art - egal ob politischer, religiöser, sportlicher oder sonstwelcher Herkunft. Ich bin für die freiheitlich demokratische Grundordnung und die Prinzipien des Grundgesetzes. Ich stehe hinter den sozialen Prinzipien von Freifunk und des Roten Kreuzes.

Aber ich rede auch mit Menschen, die mit sich reden lassen und reden wollen, egal woher sie kommen und wohin sie gehen, man entwickelt sich nur weiter, wenn man sich mit neuen und anderen Ideen und Denkweisen auseinandersetzt und nicht im eigenen Saft schmort.

Wer mich kennt weiß das, wer mich nicht kennt sollte nicht über mich urteilen

Das Minimum das für wir als Community stehen ist der kleinste gemeinsame Nenner, und ja, wir sind alle gegen Nazis.

Ich bin gegen jegliche Gewalt, egal ob von rechts, links, Kreuz, Halbmond, Fussball, Suff oder was auch immer. Wer nicht akzeptieren kann, dass andere eine andere Meinung hat, und wer dann Gewalt anwendet hat bei mir nichts verloren.
Verfasst am 31.05.19 22:22.
Hey! Cool eine Reaktion in die richtige Richtung! =)
Gerade Marios Stellungnahme finde ich sehr überlegt und Rückgrathaltig. (Daher auch der Daumen hoch Vote)
Vielleicht könnten wir auf diese Weise ja alle mal wieder eine gemeinsame Basis finden...

Bedauerlich finde ich jedoch, dass in der direkten Stellungnahme die AfD NICHT an der Stelle auftaucht, wo man sich distanziert und nur im "Man unterstellt uns Nähe" Abschnitt.
Ist es für euch ech so schwer, die AfD, in Mehrheit, als rassistisch motiviert zu benennen?
Gerade auch von Matthias Drobny und Mathias Klein hätte ich mir gewünscht, eine klare Abgrenzung zur AfD zu lesen. Immerhin kann man beide als die führenden Kräfte neben Mario sehen. Aber warten wir mal das Wochenende ab, viele von uns machen ja Urlaub. =)

Für alle unbeteiligten die den Kontext nicht kennen, nochmal der Link:
1.) https://social.kabi.tk/@tobi/102174317932108190
2.) https://social.kabi.tk/@tobi/102192425798165660
Verfasst am 31.05.19 23:43 als Antwort auf Mario.
Ich distanziere mich ebenfalls von jeglicher genannten Partei/Organisation!!
Verfasst am 01.06.19 20:05.