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FFGGRZ-Firmware: Neue Version und Ausblick

CC BY-SA 2.5
by Arpad Horvath

Basierend auf GLUON v2016.2.6 steht ab sofort die neue stabile Firmware 0.8.18 für die Community Gera-Greiz zur Verfügung. Bei Knoten mit aktiviertem Autoupdater erfolgt die Verteilung automatisch in den kommenden 2 Wochen. Seit der vorangegangenen stabilen Version 0.8.16 hat sich nicht allzu viel geändert:

  • Unterstützung für TP-Link TL-WR841N/ND v12
  • Behebung kleinerer Fehler und eines für uns unbedeutenden Sicherheitsloches
  • Behebung eines Fehlers bei Upgrades von x86-basierenden Knoten

Der letzte Punkt ist wichtig für alle, die Knoten auf PC-Hardware (Intel/AMD) betreiben. Wird beim Upgrade auf eine der nächsten Firmware-Versionen diese Version 0.8.18 ausgelassen, geht die gesamte Konfiguration des Knotens verloren. Er würde sich also nicht mehr mit Gateways und anderen Knoten verbinden und müßte vor Ort neu konfiguriert werden.

Die Version 0.8.18 wird voraussichtlich die letzte sein, welche auf dem nicht mehr gepflegten OpenWRT aufbaut. Die nächste Version läuft dann mit GLUON v2017.x unter dem aktuellen, modernisiertem LEDE. Wahrscheinlich werden wir dabei auch den Schritt von Fastd zu TunnelDigger/L2TP vornehmen. Beides sind VPN-Protokolle, welche für nicht (nur) per Mesh angebundene Knoten über unsere Gateways die Verbindung zum restlichen Netz unserer Community aufnehmen. TunnelDigger/L2TP ist im Vergleich zu Fastd ressourcenschonender und schneller, so daß auch weniger leistungsstarke Knoten die volle Kapazität des Internet-Anschlusses ausschöpfen können.

Auf Grund dieser recht wesentlichen Änderungen sind vor diesem Update noch umfangreiche Tests geplant. Unsere derzeitige experimentelle Firmware basiert bereits auf GLUON v2017.1 und LEDE und verwendet nur noch TunnelDigger/L2TP. Diese läuft auf ca. 25 Knoten bisher recht gut. Als nächsten Schritt werden wir beim kommenden Techniktreffen auf dieser Basis eine neue Beta-Version erstellen. Damit können wir auf allen Beta-Knoten testen, ob beim Wechsel auf die neue Firmware Probleme auftreten. Für eine breitere Testbasis wünschen wir uns, daß sich noch mehr Knotenbetreiber an den Betatests beteiligen. Auch Nutzer der aktuellen experimentellen Firmware sollten nach Möglichkeit nochmal den Schritt von der derzeitigen stabilen auf die folgende Beta-Firmware durchspielen. Wie das genau geschehen kann, erklären wir, sobald die neue Beta-Firmware zur Verfügung steht.

Bürgernetz Gera-Greiz e.V. nicht gemeinnützig

Heute haben wir ein Schreiben vom Finanzamt erhalten, in welchem nun wohl endgültig die Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Bürgernetz Gera-Greiz e.V. abgeleht wird. Für Interessenten steht das Schreiben steht hier zum Herunterladen bereit: Finanzamt-2017-01-17.pdf.

In unserem Forum gibt es dazu einen Thread, in welchem darüber, über mögliche Konseqenzen und unser weiteres Vorgehen diskutiert werden kann.

FFGGRZ-Firmware: neue Beta

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by Arpad Horvath

Basierend auf dem gerade erschienenen GLUON v2016.2 erstellen wir derzeit eine neue Beta-Version der Router-Firmware für unsere Community Gera-Greiz, die Version 0.8.9-beta1. Diese sollte ab heute (22.9.2016) abend zum Download und fürs Autoupdate zur Verfügung stehen. Sollten damit keine Probleme auftreten, wird kurzfristig eine statile Version nachgeschoben, welche dann auf dieser Beta-Version basiert.

Seit der aktuellen stabilen Version 0.8.8 gibt es folgende Neuerungen:

  • Unterstützung für viele neue Routermodelle, vor allem solche mit ath10k WLAN Chipsatz, hinzugefügt. Z.B. auch:
    • GL-AR150
    • Archer C5 v1, Archer C7 v2
    • TL-WR842N/ND v3
    • UniFi AP AC Lite und Pro
    • RaspberryPi 1 und 2
  • Die Modellnamen vieler Ubiquiti-Router werden jetzt eindeutig erkannt. Damit wird z.B. eine Loco jetzt als Loco angezeigt und nicht mehr als Bullet.
  • Aktivierung des Parameters "mesh_no_rebroadcast" für Mesh-on-WAN/LAN Interfaces. Das soll einiges an Traffic einsparen.
  • neue UCI-Option "gluon-core.@wireless[0].preserve_channels": Wird diese auf "1" gesetzt, werden manuell geänderte Kanäle euf einem Router bei einem Update nicht mehr überschrieben
  • In den Advaced Settings des Config-Modes kann nun für Nanostations und CPE 210/510 PoE Passthrough konfiguriert werden
  • Das Feld zur Angabe der Höhe im Config-Mode kann ausgeblendet werden. Das haben wir in unserer Firmware auch getan.
  • Die Angabe eines Kontaktes im Config-Mode kann jetzt verlangt werden. Auch das ist in unserer Firmware jetzt aktiviert.
  • Der Knotenname kann jetzt beliebige Sonderzeichen enthalten.
  • Beim 2,4GHz-WLAN können jetzt die unterstützten Raten gesetzt werden. Das ist bei uns nun so eingeschränkt, daß 802.11b-Clients nicht mehr unterstützt werden. Dafür sollte die Performance steigen.
  • Die Stabilität der WLAN-Treiber soll entscheidend verbessert worden sein.
  • Ab sofort verzichten wir auf das automatische Eintragen von SSH-Schlüsseln unserer Admins auf den Routern. Dies hatte es zwar ermöglicht, in den verschiedensten Notfällen schnell eingreifen zu können. Wer dies nicht wünschte, konnte den Schlüssel z.B. im Config-Mode löschen. Leider wurde der Schlüssel bei jedem Update automatisch wieder eingetragen. Das ist verständlicherweise für alle, die eine Zugriffsmöglichkeit auf ihre Router explizit nicht wünschen, nicht akzeptabel. Deswegen wird nun generell kein Schlüssel mehr gesetzt. Wer dennoch nicht auf die sehr sinnvolle Möglichkeit des Supports durch unsere Admins verzichten möchte, muß deren SSH-Schlüssel nun während der Konfiguration von Hand selbst eintragen.

Firmware: neue stabile Version

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by Arpad Horvath

Für alle Router unserer Community Gera-Greiz ist ab sofort die stabile Firmware 0.8.6 verfügbar. Diese entspricht im Wesentlichen der letzten Beta-Version (0.8.5-beta1).

Im Vergleich zur vorangegangenen ist die wichtigste Änderung der entgültige Schwenk vom Mesh mit IBSS zu 802.11s. In der Übergangszeit waren beide Protokolle aktiv, nun wird die Unterstützung von IBSS entfernt. Zu unmittelbar spürbaren Änderungen wird der Wechsel nicht führen. Zukünftig wird damit aber u.a. eine Unterstützung von wesentlich mehr Routermodellen möglich sein.

Die neue Firmware kann ab sofort unter https://www.freifunk-gera-greiz.de/downloads/firmware/stable/ heruntergeladen werden. Auf den Update-Servern steht die neue Version in wenigen Stunden ebenfalls bereit. Das automatische Update wird erst erst am 30.7.2016 beginnen und in kleineren Schritten bis zum 8.8.2016 dauern.

Rücktritt von meinen Funktionen beim Förderprojekt "Freifunkkommune Gera"

Vor einem reichlichen Jahr habe ich das erste Gateway und den ersten Router installiert und damit den Startschuß für unsere Freifunk-Community Gera-Greiz gegeben. Was daraus durch das aktive Mitwirken vieler anderer innerhalb kurzer Zeit geworden ist, hätte ich anfangs nicht gedacht und macht mich ein wenig stolz.

Von Beginn an war ich auch an dem vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft ausgeschriebenen Pilotprojekt zur Freifunkförderung beteiligt. Anfangs bei den dazu geführten Diskussionen mit den anderen thüringer Communities, später auch bei der Bewerbung der Stadt Gera für dieses Projekt. Den Beteiligten wird nicht entgangen sein, daß ich diesem Projekt durchaus kritisch gegenüber stand. So nehme ich solche Projekte, wie auch in meinem beruflichen Umfeld, nur dann an, wenn ich zumindest hoffen kann, die gesetzten Erwartungen auch zu erfüllen. Und da hatte ich schon Bedenken, mit einer neu gegründeten Freifunk-Community wesentlicher Bestandteil eines 200.000€-Projektes zu sein. Letztendlich habe ich mich aber überzeugen lassen, das Ganze mit tatkräftiger Unterstützung der weiteren Partner (Stadt Gera, Bürgerhaushalt und eventuellen anderen) umsetzen zu wollen. Nach dem Mitwirken bei der Erstellung eines gemeinsamen Konzeptes mit der Stadt Gera hat diese den Zuschlag für die Förderung erhalten, das Projekt "Freifunkkommune Gera" konnte starten.

Ich habe daraufhin, soweit irgendwie möglich, neben den Tätigkeiten für die Community Gera-Greiz auch am Projekt "Freifunkkommune Gera" mitgewirkt. Anfangs in der Lenkungsgruppe, später auch durch Installation und Gestaltung der ersten Version der Projektwebseite sowie als Leiter der "AG Technik" mit der Erstellung von Konzepten für den Backbone. Für diesen habe ich mögliche Komponenten für Tests ausgewählt sowie einen Testaufbau mit eigenen Komponeten durchgeführt. Das alles selbstverständlich rein ehrenamtlich, obwohl im Fördermittelantrag allein für das Backbonekonzept eine Summe von 10.400€ ausgewiesen wird.

Inzwischen stören mich nun leider einige Dinge. Nicht dazu gehört der von verschiedenen Seiten geäußerte langsame Projektfortschritt. Teilweise fest vorgegebene Abläufe im öffentlichen Bereich benötigen bekanntermaßen eine gewisse Zeit. Deswegen habe ich die Beteiligten der Stadt Gera hier auch in Schutz genommen.

Erster wesentlicher Punkt ist für mich die Ablehnung der Gemeinnützigkeit unseres Vereins, des "Bürgernetz Gera-Greiz e.V", durch das zuständige Finanzamt. Diesen Verein haben wir im Wesentlichen gegründet, um im Rahmen des Projekts "Freifunkkommune Gera" als eine juristische Person auftreten zu können. In meinen Augen sind die Ziele, welche mit dem Förderprojekt und damit dem Verein verfolgt werden, ausnahmslos gemeinnützig (s. z.B. die Ausschreibung, das Bewerbungskonzept oder den Fördermittelantrag). Es ist für mich völlig unverständlich, wie vor diesem Hintergrund unser Antrag auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit abgelehnt werden konnte.

Ein weiterer Punkt ist die Vergabe von Lieferaufträgen im Rahmen des Förderprojektes. Wie alle Beteiligten wissen, betreibe ich auch eine kleine IT-Firma in Gera. Diese leistet im Hintergrund einen gar nicht so geringen Beitrag für die Freifunkbewegung, ohne dafür irgendwelche Gegenleitungen zu erwarten. So werden Rechenkapazitäten für das Hosting der Infrastruktur (Gateway, Web-Portal der Community und der Freifunkkommune) zu Verfügung gestellt, die Technik-Treffen finden in den Firmenräumen statt, Router für die Freifunkknoten werden zum Selbstkostenpreis verkauft u.v.a.m.). Vor diesem Hintergrund hat es mich dann doch verwundert, daß nach der durch mich erstellten Liste mit Equipment für die Backbone-Tests das Material plötzlich abholbereit bei der Stadt Gera stand. Eigentlich hätte ich hier erwartet, auch eine Angebotsaufforderung durch die Stadt Gera zu erhalten. Auf eine Rückfrage bei Verantwortlichen der Stadt Gera hieß es, daß es Konflikte mit Vergaberichtlinien geben könnte, wenn ich als Beteiligter am Pitotprojekt (Leiter AG Technik) an der Vergabe beteiligt werde. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich möchte keinerlei Vorteile durch meine ehrenamtlichen Tätigkeiten genießen und die Vergabe soll natürlich gerecht erfolgen. Aber ich erwarte, daß ganz allgemein auch Firmen, welche sich für Freifunk engagieren, zumindest die gleichen Rechte haben wie andere Firmen. Die bisherigen Materiallieferungen erfolgten nun z.B. durch Firmen, welche dem Thema Freifunk eher kritisch gegenüberstehen. Die Vergabe hat zwar sicherlich allen Richtlinien entsprochen, wirklich transparent wie im Pilotprojekt gefordert war sie aber bisher nicht.

Verschärft wurde die Situation noch durch das nächste Teilprojekt: das Theater in Gera als Backbone- und Knotenstandort. Im Rahmen der AG Technik habe ich hierzu wieder ein Konzept erstellt. Dieses enthält alle erforderlichen Parameter, um als IT-Firma mit ein wenig Hintergrundwissen ein Angebot für die benötigte Technik abgeben zu können. Seitens der Stadt Gera wurde allerdings eine konkrete Aufstellung aller notwendiger Teile gewünscht. Im Klartext sollte ich also eine fertige Vorlage zur Bestellung liefern, an welcher ich mich anschließend nicht einmal beteiligen darf. Dabei wurden in dem Konzept absichtlich keine konkreten Produkte genannt. Zum einen könnten verschiedene Anbieter dadurch verschiedene geeignete Produkte anbieten und somit evtl. zu wirtschaftlicheren Angeboten kommen. Zum anderen kann die AG Technik als "Gruppe von Amateuren" unmöglich eine Haftung für die Auswahl der richtigen Produkte und die konkret benötigten Mengen übernehmen. Das ist m.E. Sache der Firma, welche letztendlich mit der Lieferung beauftragt wird. Zusammengefaßt geht es mir an dieser Stelle keineswegs darum, daß ich daran gehindert werde, ein paar wenige Euros zu verdienen. Sondern es geht mir um das Prinzip einer gerechten Vergabe, bei welcher auch Firmen berücksichtigt werden, welche sich für das Projekt engagieren und über entsprechendes Know-How verfügen.

Derzeit letzter Punkt ist die Vergabe der für das Projekt ausgeschriebenen Projektleiterstelle bei der Stadt Gera. Hierauf hat sich auch ein Mitarbeiter meiner Firma beworben. Genau dieser wird nun von der Stadt eingestellt. Hieran finde ich es traurig, daß mittels öffentlicher Fördergelder meinem Mitarbeiter viel Geld für eine Stelle geboten wird, welches eine in Gera ansässige Firma bei leistungsgerechter Entlohnung leider nicht aufbringen kann. Insgesamt wird durch meine aktive Teilnahme am Förderprojekt nun also meine Firma von der Vergabe von Lieferungen und Dienstleistungen ausgeschlossen und langwierig ausgebildete Mitarbeiter wurden abgeworben.

Als Konsequenz werde ich meine Mitwirkung am Projekt "Freifunkkommune Gera" mit sofortiger Wirkung einstellen. Einerseits fehlt mir dazu inzwischen leider die nötige Motivation, zum anderen muß ich bis zur Einarbeitung eines anderen Mitarbeiters selbst zusätzliche Aufgaben übernehmen. Damit fehlt mir auch die Zeit zum Mitmachen. Nicht betroffen hiervon ist mein Engagement innerhalb der Freifunk-Community Gera-Greiz.

Firmware: neue beta und experimental Versionen (Update: +stable)

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by Arpad Horvath

Nach unserem letzten Update der stabilen Version läuft diese nun schon einige Zeit auf fast allen Routern der Community Gera-Greiz. Bis auf wenige Router ohne Auto-Update gibt es keine Beta- oder experimentelle Version mehr. Das liegt im Wesentlichen daran, daß alle 3 Firmware-Zweige (stable, beta, experimental) Beim Einführung der stabilen Version einen identischen Stand hatten.

Das soll sich jetzt ändern. Wir bereiten einige interessante neue bzw. geänderte Funktionen vor, die wir mit den im Downloadbereich seit heute bereitstehenden Beta- und experimental Firmwares testen möchten. (Wem das Folgende zu technisch ist: macht nichts, einfach unsere getestete stabile Firmware weiter nutzen)

Bei der Beta-Version gibt es von uns nur 2 Änderungen:

  1. Die Basis bildet die GLUON-Version 2016.1.4. Die Änderungen seit der für unsere Stable genutzte Version 2016.1.2 sind hier beschrieben. Im Wesentlichen gibt es die Unterstützung einiger neuer Routermodelle und etliche Bugfixes.
  2. Die Gateway Selection Class der Router wird auf 45 erhöht. Davon erhoffen wir uns, daß der Datenverkehr eines Routers verstärkt über das Gateway geleitet wird, mit welchem dieser verbunden ist. Bisher schicken sehr viele Router ihren Traffic gerade zu einem der anderen Gateways, was zu einem hohen Datenaustausch zwischen den Gateways führt. Gibt es mit der Beta-Version keine Probleme, werden wir deswegen sehr schnell auch eine neue stabile Version mit dieser Änderung nachschieben.

Bei der neuen experimentellen Version wurde wesentlich mehr geändert:

  • Die Gateway Selection Class wurde ebenfalls erhöht.
  • Basis ist die aktuelle Entwickler-Version von GLUON mit dem Stand vom 1. Mai
  • OPKG-Mirror: Router ohne eigene Internetverbindung (Mesh-only) haben keine IPv4-Adresse. Da die offiziellen OpenWRT-Repositories nur per IPv4 erreichbar sind, kann man deswegen keine Pakete einfach nachinstallieren. Das ist nun durch das Einfügen eines IPv6-Repositories möglich.
  • Mesh-Protokoll IEEE802.11s: In der stabilen Firmware ist die Unterstützung für das neue Mesh-Protokoll 802.11s bereits enthalten, aber deaktiviert. Das ist für die experimentelle Firmware umgekehrt: 802.11s ist per default aktiv, das "alte" Ad-Hoc-Mesh deaktiviert. damit können in der Grundeinstellung Router mit der experimentellen Firmware keine Verbindung mehr zu Routern mit der stabilen Firmware aufnehmen! Deswegen sollten alle Router der Testumgebung (nur dafür ist die experimentelle Firmware gedacht)  auf das gleiche Mesh-Protokoll gestellt werden.
    802.11s wird es ermöglichen, wesentlich mehr Router verschiedenster Hersteller mit eine Freifunk-Firmware auszustatten. Da besonders kleinere Router bei der Ativierung beider Mesh-Protokolle Probleme bekommen, werden wir bei der späteren Einführung in der stabilen Firmware die entsprechenden Meshverbindungen bereits vorher umstellen.
  • L2TP: Die experimentelle Firmware unterstützt neben dem bisherigen FastD nun die Kombination TunnelDigger/L2TP zum Aufbau eines Tunnels zu den Gateways. L2TP ist im Vergleich zu FastD wesentlich ressourcenschonender, was sowohl auf dem Router als auch auf den Gateways die Auslastung verringert und so die Geschwindigkeit erhöht. Allerdings verschlüsselt L2TP den datenverkeht zwischen Router und Gateway nicht mehr. Das sollte aber kein großes Problem darstellen: vom Client (Notebook, Tablet, Smartphone...) zum Router und vom Gateway ins Internet wird sowieso nicht verschlüsselt. Zur Bewahrung der Privatsphäre sollte man also selbst verschlüsseln (https...).
    Derzeit unterstützt lediglich Gateway2 eine verbindung mit L2TP. Auf den anderen Gateways wird die Aktivierung in Kürze ebenfalls erfolgen.
  • Im Konfigurations-Modus vergißt der Router nun nicht mehr die vorgenommenen Einstellungen, wenn zum Experten-Modus und zurück gewechselt wird.

Um uns bei den Tests zu unterstützen, können die neuen Firmware-Versionen entweder über den Konfigurations-Modus oder per SSH installiert werden. Beachtet werden muß aber, daß durchaus Probleme auftreten können. Eine Garantie für die ordnungsgemäße Funktion können wir generell nicht übernehmen. Das gilt insbesondere für die experimentelle Version. Auf schlecht erreichbare Router z.B. sollte also nur die stabile Firmware installiert werden. Auch sollte jeder, der eine Beta- oder experimentelle Firmware installiert, zumindest zu einem Recovery per TFTP in der Lage sein. Wenn Probleme auftreten, helfen wir aber natürlich z.B. im Forum oder bei einem Treffen weiter.

Update 10.5.2016: Nachden mit der Beta-Version keine Probleme aufgetreten sind, gibts die nun seit heute als stabile Version. Mit aktiviertem Autoupdater wird das Update in den nächsten Stunden erfolgen.

Freifunk Gera-Greiz nicht beim Hofwiesen-Park-Fest vertreten

Wer uns beim Geraer Hofwiesen-Park-Fest an diesem Wochenende vermißt: wir sind leider nicht wie auf dem Flyer und in der OTZ angekündigt mit einem Stand vertreten.

Wir wollten diese Gelegenheit nutzen, um unser Projekt bei vielen weiteren Menschen bekannt zu machen. Dazu hatten wir geplant, uns auf dem Stand vorzustellen und auftretende Fragen zu beantworten. Vor allem sollte es aber richtigen Freifunk geben und auch die Inbetriebnahme neuer Router gezeigt werden. Den dazu nötigen Internet-Zugang mit Sichtverbindung zum Hofwiesenpark haben wir aber leider nicht bekommen können. Nachdem wir keine Möglichkeit zur Nutzung bestehender Zugänge in Immobilien der Stadt Gera (Schwimmhalle, Medizinische Fachschule o.ä.) erhalten haben, hat auch ein Hilferuf in der OTZ keinen Erfolg gebracht. Kurzfristig hätten wir dann fast noch einen Zugang über ein in den Prinzenhäusern ansässigens Rechtsanwaltsbüro bekommen können. Leider hat das dafür zuständige IT-Unternehmen Einrichtungskosten verlangt, die unsere Mittel deutlich übersteigen. Die Rechtsanwälte selbst sind allerdings sehr kooperativ. Für das Hofwiesenpark-Fest war das nun zwar zu kurzfristig, dafür bietet sich evtl. eine längerfristige Zusammenarbeit an.

Da ein Freifunk-Stand ohne Freifunk unserer Meinung nach nicht viel Sinn gemacht hätte, haben wir nun schweren Herzens auf eine Teilnahme verzichtet.

Waikiki: Freifunk-Testbetrieb

Im Waikiki Zeulenroda läuft seit heute Freifunk im Testbetrieb. Damit ist dort ein flächendeckender Zugang (Badebereich, Gastronomie, Liegewiese, Campingstellplätze) zu einem offenen Netzwerk gewährleistet (nach Zahlung des Eintritts wink ). Nach den Osterfeiertagen wird dann der Startschuß für den regulären Betrieb erfolgen.

Zur Technik: Es wird ein Offloader (Zeulenroda-Waikiki-001) mit einem AMD G-T40E Prozessor eingesetzt, welcher die Verbindung zu unseren Gateways realisiert. Mit diesem meshen die WLAN-Router (Ubiquiti UniFiAP Outdoor+ und UniFi AP Pro) per LAN. Ausnahme ist Zeulenroda-Waikiki-008, zwar führt auch dahin ein LAN-Kabel, das wird aber zum Telefonieren genutzt.

Matthias hat die Planung und Installation für die Unitas Network GmbH im Auftrag der Energiewerke Zeulenroda GmbH vorgenommen.

Aktualisierung der stabilen Firmware vollzogen

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by Arpad Horvath

Nach einer längeren Testphase haben wir gestern unsere als stabil deklarierte Firmware auf die Version 0.8.2 aktualisiert.  Grundlage ist das aktuellste GLUON in Version 2016.1.2. Damit stehen auch im stabilen Zweig alle Neuerungen zur Verfügung, für deren Nutzung man bisher auf unsere experimentelle Firmware ausweichen mußte. Dazu zählen:

  • Unterstüzung für aktuelle Hardware vieler Routerhersteller, wie dem WR841N/ND v10, dem TL-WR1043N/ND v3, den CPE210/220/510/520 v1.1 (alle von TP-Link), dem AirGateway, AirRouter und UniFi AP Outdoor+ von Ubiquiti, u.v.a.m.
  • Unterstützung für 64Bit-x86-Hardware und Xen-VMs
  • neue Status-Seite der Router (die hatten wir allerdings schon länger drin)
  • 802.11s Mesh Support
  • die OpenWrt-Basis wurde auf Chaos Calmer upgedatet
  • Unterstützung für Ubiquiti AirOS 5.6.x
  • Beseitigung etlicher Fehler

Alle Router mit aktiviertem Autoupdater haben die neue Version bereits übernommen. Wer den Autoupdater deaktiviert hat, dem wird eine zeitnahe Aktualisierung der Firmware dringend empfohlen. Die neue Firmware enthält Funktionen (z.B. IEEE 802.1s), welche in Zukunft evtl. Grundlage für das Funktionieren unseres Netzes bilden. Ohne Update werden die Router in Zukunft vielleicht keine Verbindungen mehr aufbauen können.

Wer mit der neuen Firmware eine Verschlechterung der Reichweite seines Routers feststellt, der sollte unseren Wiki-Beitrag dazu lesen. Kurz zusammengefaßt war die Sendeleistung mancher Router bisher evtl. zu hoch eingestellt, was jetzt korrigiert wurde.  Wer weitere Probleme mit dieser Firmware feststellt, meldet sich bitte in unserem Forum oder über eine unserer anderen Kontaktmöglichkeiten.

GLUON v2016.1.1 für Gera-Greiz

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by Arpad Horvath

Es gibt wieder Neues von GLUON, der Basis für die Firmware unserer Router: Version 2016.1.1 wurde freigegeben. Daraus haben wir eine neue experimentelle Firmware für unsere Community erstellt. Das soll die letzte Testversion sein, welche wir dann als Grundlage für eine neue stabile Version nutzen. Bis dahin wollen wir noch klären, wie wir mit der teilweise veringerten Sendeleistung bei einigen Routern umgehen, die diese Version mitbringt. Dazu haben wir eine kleine Übersicht im Wiki erstellt, welche noch ergänzt werden soll.

Für viele Besitzer neuerer Router, wie dem WR841N/ND v10 von TP-Link, ist unsere experimentelle Firmware quasi die stabile Variante. Nur dort ist der Support für etliche neue Hardware-Varianten vorhanden. Deswegen wird mit dieser Firmware der sogenannte "Autoupdater-Branch" von "experimental" auf "stable" gesetzt. Damit werden in Zukunft nur noch als stabil deklarierte Firmwareversionen zum automatischen Update genutzt. Wer dann wirklich noch experimentelle Firmware verwenden möchte, muß den Branch von Hand wieder auf experimental umstellen.

Ansonsten gibt noch folgende interessante Änderungen: Unterstützung für "Onion Omega" und "TP-Link TL-MR13U v1", einige Bugfixes sowie die Unterstützung für AirOS 5.6.x. Durch Letzteres müssen neue Ubiquiti-Router vor dem Aufspielen unserer Freifunk-Firmware nicht mehr auf AirOS 5.5.x downgegradet werden.

Unsere neue Firmware-Version 0.8.0-exp20160307 wird ab kommender Nacht auf alle Router mit experimenteller Firmware und aktivem Autoupdater installiert. Ab morgen steht sie auch zum Download zur Verfügung. Wer Probleme mit dieser Firmware feststellt, meldet sich bitte in unserem Forum oder über eine unserer anderen Kontaktmöglichkeiten.

Firmware-Update Gera-Greiz (experimental)

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Vor ein paar Tagen wurde eine neue Gluon-Version (2016.1) freigegeben. Aus dieser haben wir eine neue experimentelle Firmware für unsere Community erstellt. Diese wird ab sofort auf alle Router verteilt, welche unsere experimentelle Firmware nutzen und den Autoupdater nicht deaktiviert haben. Wesentliche Neuerungen im Vergleich zu unserer vorangegangenen experimentellen Firmware gibts nicht. Wir schieben diese Version nur noch als letzten Test ein, bevor wir daraus eine neue stabile Firmware erstellen. Anschließend können wir unseren experimentellen Branch wieder für richtige Experimente nutzen (in den letzten Monaten war das quasi unsere stabile Firmware für neue Hardware-Modelle wie den TP-Link TL-WR841N/ND v10).

Wer Probleme mit dieser Firmware feststellt, meldet sich bitte in unserem Forum oder über eine unserer anderen Kontaktmöglichkeiten.

Internet über den Rheinland-Backbone

CC-BY-SA/3.0 Philipp Seefeldt

Für die Überleitung unseres Traffics ins Internet haben wir bisher die Ressourcen des Fördervereins Freie Netzwerke e.V. in Berlin (für IPv4) und eines kommerziellen VPN-Anbieters (Mullvad, für IPv6) verwendet. Seit einigen Tagen nutzen wir dafür nun hauptsächlich den "Rheinland-Backbone", welchen der Freifunk Rheinland e.V. auch anderen Communities zur Verfügung stellt. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die diese Möglichkeit geschaffen haben und am Laufen halten!

Der Rheinland-Backbone bietet uns u.a. ein IPv6-Netzwerk mit eigenen öffentlichen Adressen, mehrere eigene IPv4-Adressen und eine wesentlich höhere Gesamtperformance. Letzeres sieht man z.B. an der Statistik unseres Gateway 1: Darüber wurden innerhalb einer Stunde 11 GByte übertragen.

Der eigene IPv6-Bereich ermöglicht es, allen Endgeräten in unserem Netz eine eigene, weltweit eindeutige IP-Adresse zuzuteilen. Darüber wäre jedes Endgerät ohne zusätzlichen Aufwand aus dem Internet erreichbar. Das hat natürlich nicht nur Vorteile, wie u.a. die interessante Diskussion in unserem Forum dazu zeigt. Bevor diese Diskussion nicht abgeschlossen ist (was evtl. auf unserem Treffen am 4. Frebruar passiert) und wir noch keine Tipps, Anleitungen und Hintergrundinformationen für unsere Nutzer erstellt haben, aktivieren wir diese Möglichkeit also noch nicht. D.h., für IPv6 verwenden wir noch einen privaten Adreßbereich (ULA) und nutzen wie bisher und bei IPv4 NAT für den Übergang ins Internet.

Unsere Anbindung an die Internet-Gateways vom Förderverein in Berlin behalten wir natürlich trotzdem bei. Somit stehen uns 2 unabhängige Internet-Übergänge zur Verfügung, welche durch Freifunk-Communities betrieben werden.

Zuwendungsbescheid zur Freifunk-Förderung

Gestern ist bei der Stadt Gera der Zuwendungsbescheid des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft für die beantragten Fördermittel eingetroffen. In Papierform liegt der uns noch nicht vor, die folgenden Eckdaten wurden uns aber bereits mitgeteilt (sollte es weitere interessante Dinge geben, ergänze ich die hier):

Die Höhe entspricht dem beantragten Umfang von 206.381,00€. Die Laufzeit der Förderung beträgt 3 Jahre, exakt bis zum 31.12.2018. Die Mittel können während dieser Zeit je nach Bedarf beliebig abgerufen werden. Wir müssen also z.B. nicht noch bis zum Jahresende überstürzt Geld ausgeben - da verfällt nichts. Die Förderung erfolgt zu 100%, also ohne Eigenanteil von Stadt oder Freifunk-Community.

In den nächsten Schritten ist nun Folgendes geplant:

  • Wir werden zu unserem nächsten Treffen am 7.1.2016 einen Verein gründen, welcher als Träger für unsere Community fungieren wird. Das ist notwendig, damit wir Freifunker als Partner eine Kooperation mit der Stadt Gera und evtl. der AG Bürgerhaushalt eingehen können. Die Gemeinnützigkeit muß bis dahin noch nicht bestätigt sein, wird uns aber später u.a. auch die Entgegennahme von Spenden erleichtern.
  • Die AG Bürgerhaushalt wird in der kommenden Woche beschließen, ob sie als Partner neben der Stadt Gera und der Freifunk-Community Gera-Greiz an der Umsetzung des geförderten Pilotprojektes mitwirken möchten. Das Ministerium hatte sich einen solchen weiteren Partner gewünscht, welcher eine breitere Bevölkerungsgruppe (neben uns Freifunk-Nerds smiley ) vertritt. Nachdem der "Ja - für Gera e.V." aus Zeitgründen eine Beteiligung bisher abgelehnt hat, könnte sich die AG Bürgerhaushalt hier sicher konstruktiv einbringen.
  • Die Stadt Gera wird versuchen, die ebenfalls vom Ministerium gewünschte Stelle des Projektleiters möglichst schnell mit einer geeigneten Person zu besetzen.
  • Die Lenkungsgruppe (s. Seite 3 des Förderantrages) wird sich konstituieren. Auf Grund von Urlaub über die Feiertage und der ausstehenden Vereinsgründung wird das wohl erst nach dem 7. Januar passieren.
  • Dann werden wir endlich mit der konkreten Planung und Umsetzung verschiedener Teilprojekte beginnen können.

Damit beginnt sich die Arbeit der vergangenen Wochen und Monate nun auszuzahlen. Unser Dank geht an dieser Stelle auch nochmal an die engagierten Mitarbeiter der Stadt Gera, welche das Projekt wir wir teilweise in ihrer Freizeit mit vorangetrieben haben.

 

Neue stabile Firmware für Gera-Greiz

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by Arpad Horvath

Ab sofort rollen wir unsere neue stabile Firmware 0.7.3 aus, welche wie bisher auf Gluon 2015.1.2 basiert. Alle Knoten mit aktiviertem Autoupdate für die stabile Version werden das Update in den nächsten Stunden aktivieren. Wer das Autoupdate deaktiviert hat, sollte die neue Version kurzfristig von Hand einspielen.

Gegenüber der letzten Beta-Version gab es keine Änderungen, im Vergleich zur vorangegangenen stabilen Version 0.7.2 werden jetzt alle 3 Gateways genutzt. Dabei verbindet sich ein Knoten immer nur mit einem von diesen, die Auswahl erfolgt mehr oder weniger zufällig. Die 3 Gateways sind recht unterschiedlich, sowohl in der Hardware-Ausstattung als auch bei der Internet-Anbindung. Damit möchten wir Erfahrungen zur Auswahl der optimalen Variante finden. Speziell bei Problemen bitten wir deswegen um Abgabe einer genaueren Beschreibung mit Angabe des Gateways, welches gerade genutzt wird. Das läßt sich am leichtesten auf unserer Karte ermitteln.

Firmware- und Hardware-News (Update)

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by Arpad Horvath

Da unsere Gateways 2 und 3 inzwischen (fast) fertig installiert sind, könnten diese nun weiteren Tests unterzogen werden. Dazu müssen die Router eine neue Firmware erhalten, in welcher die Adressen aller 3 Gateways enthalten sind. Diese Firmware veröffentlichen wir heute als Beta-Version. Wer sich am Test beteiligen möchte, kann sich die Firmware für seinen Router hier herunterladen (sysupgrade für Router mit Freifunk-Firmware, factory für solche mit Original-Firmware. Bis auf den Eintrag der zusätzlichen Gateways entspricht die Beta-Firmware unserer stabilen Firmware, so daß keine größeren Probleme zu erwarten sind. Trotzdem solltest Du diese Firmware nur einsetzen, wenn Du notfalls auch in der Lage bist, ein Firmware-Recovery an Deinem Router durchzuführen. Router, welche von vielen Clients frequentiert werden, sollten ebenfalls nur mit der stabilen Firmware betrieben werden.

Seit einigen Tagen wird der beliebte Router-Typ TL-WR841N/ND von TP-Link in der Version v10.0 durch viele Händler verkauft. Diese Version wird von unserer stabilen Firmware noch nicht unterstützt. Wir haben gehofft, in unserer Beta-Firmware die Version 10 zu unterstützen. Das haben wir aber bisher nicht geschafft. Sowohl unsere stabile als auch die Beta-Firmware basieren auf Gluon v2015.1.2, welches wiederum OpenWRT 14.07 (Barrier Braker) zur Grundlage hat. Der TL-WR841N/NDv10 wird aber erst ab OpenWRT 15.05 (Chaos Calmer) offiziell unterstützt. Dies wird Gluon erst ab v2015.2 einsetzen, welches sich noch in Entwicklung befindet. Marcus hat basierend auf der neuesten Entwicklerversion nun bereits eine Firmware für den TL-WR841N/NDv10 erstellt, welche hier heruntergeladen werden kann. Diese Firmware ist aber ausdrücklich als experimentell gekennzeichnet, wofür wir keinerlei Garantie übernehmen können. Abgesehen davon läuft diese Version bei uns schon auf 2 Routern problemlos.

Update: Problemlos lief diese Version doch noch nicht. Es wurde mit viel zu geringer Leistung gesendet. Aber dank der Gluon-Experten gibt es jetzt in Gluon (noch vor OpenWRT) einen Patch, welcher das Problem behebt. Wir haben gerade eine neue experimentelle Firmware-Version 0.8.0-exp20151023 erstellt, welche diesen Patch für den TP-Link TL-WR841N/ND v10 enthält. Diese kann hier heruntergeladen werden, bei aktiviertem Autoupdate erfolgt das Update auch automatisch in den nächsten Stunden.

Bei dieser Gelegenheit aber nochmal der wichtige Hinweis, für den Einsatz als Freifunk-Knoten nur solche Router zu kaufen, für welche wir Firmware anbieten. Und dabei ist auch die genaue Version entscheidend, nicht nur die Modellnummer. Schlimmstenfalls kann es sonst passieren, daß es nie eine Freifunk-Firmware für den gekauften Router geben wird.

Stadt Gera erhält Zuschlag für Freifunk-Förderung

Thüringen hat ein Pilotprojekt zur Förderung von Freifunk ausgeschrieben. Die Stadt Gera hat sich an dieser Ausschreibung beteiligt und einen gemeinsam mit unserer Community entwickelten Konzeptvorschlag eingereicht. Nach Prüfung aller eingereichten Vorschläge haben wir nun den Zuschlag erhalten!

Damit wird in den kommenden Monaten in Gera die Grundlage für ein stadtweites, frei zugängliches, offenes WLAN-Netzwerk entstehen, an dessen Aufbau alle Bürger mitwirken können. Neben der Schaffung eines Backbones als Rückgrat des Netzes soll auch viel für die Bildung einer aktiven Community getan werden. So sind Informationsveranstaltungen geplant, es soll ein gemeinsamer Treffpunkt errichtet werden und es wird natürlich zusätzlich zu den schon vorhandenen viele weitere Zugangsmöglichkeiten geben.

Damit kommt auf unsere Community nun natürlich jede Menge Arbeit zu. Wir werden auf Grundlage des Konzeptvorschlages gemeinsam mit der Stadt Gera konkrete Einzelprojekte zu dessen Umsetzung starten. Dazu laden wir alle Interessenten ein. Nicht nur Technik-Freaks, sondern z.B. auch kreative Menschen (Gestaltung von Flyern, netzinterne Inhalte), kommunikative Menschen (Planung von Veranstaltungen, Blogbeiträge, Finden von Unterstützern) u.v.a.m. Wer daran Interesse hat oder sich einfach nur informieren möchte, kann gern mit uns Kontakt aufnehmen oder zu einem unserer Treffen vorbeikommen.

Geraer Markt mit Freifunk

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Mit Unterstützung der LINKEN, deren Bürgerbüro dafür eine ideale Lage hat, gibt es pünktlich zum Höhlerfest Freifunk auf dem Geraer Marktplatz. Damit haben alle Gäste die Möglichkeit eines freien WLAN-Zuganges ohne Restriktionen und Datenspeicherung. Da auch schönes Wetter zu erwarten ist, hoffen wir auf viele Gäste und Nutzer. Es lohnt sich aber sicher auch, nicht nur im Internet zu surfen, sondern die vielen kulinarischen und kulturellen Angebote wahrzunehmen.

Somit ist also der Anfang gemacht für eine Vernetzung der interessanten öffentlichen Bereiche der Geraer Innenstadt. Wir hoffen, dadurch die Aufmerksamkeit für unsere Freifunk-Initiative weiter steigern zu können und weitere aktive Mitglieder zu gewinnen.

An dieser Stelle geht unser Dank auch nochmal an die LINKEN, die uns dafür den Montageort und die Router zur Verfügung stellen.

Nachtrag: Nachdem der Zugang am Markt am Sonnabend schon recht gut angenommen wurde, war am Sonntag durch Probleme an unserem verbliebenen Gateway bis zum späten Nachmittag leider keine Internet-Nutzung möglich. Es ist also wirklich wichtig, daß wir kurzfristig wieder zu einem zweiten Gateway kommen. Das ist bereits in Arbeit, bis dahin können aber solche Probleme leider nicht ausgeschlossen werden.

2. Gateway tot

Wer in den letzten Tagen aufmerksam auf unsere Karte geschaut hat, wird mitbekommen haben, daß es dort seit ca. 3 Wochen ein zweites Gateway gab. Ein solches benötigen wir ja dringend als Redundanz für unser bisheriges Gateway. Ich hatte deswegen bei Hetzner einen der neuen vServer (CX10 für 4,46€/Monat) bestellt. Diesen hatte ich bereits fertig konfiguriert und im Testbetrieb an einigen Knoten laufen. Zum heutigen Treffen wollte ich das stolz päsentieren und zu weiteren Tests einladen. Daraus wird nun leider erstmal nichts.

Heute früh habe ich festgestellt, daß der vServer nicht per IPv6 erreichbar ist. Per IPv4 und auch sonst hat alles funktioniert. Fehler in der vServer-Konfiguration konnte ich ausschließen. Also habe ich ein Ticket bei Hetzner aufgemacht. Der Support meldete sich auch recht schnell. Der Virtualisierungs-Host hatte eine Fehlkonfiguration. Ich sollte den vServer stoppen und neu starten, danach würde alles wieder gehen. Habe ich gemacht, allerdings bootete der Server nicht mehr, sondern blieb mit der Meldung "not a bootable disk" stehen. Ähnliche Probleme gab es in den vergangenen Wochen bereits, wurden dann aber beseitigt. Diesmal nicht. Das kam vom Support per Mail:

"nach einer weiteren Analyse musste ich leider feststellen das hier ein Programmierfehler vorlag. Sie haben eine neue virtuelle Festplatte zugewiesen bekommen, die alte wurde bedauerlicherweise mit samt der Snapshots bereinigt."

Damit war der Inhalt der (virtuellen) Festplatte weg und auch der als Backup-Möglichkeit angelegte Snapshot. Also meine ganze Arbeit der letzten Wochen. Sehr ärgerlich.

Ich habe den vServer bei Hetzner nun gekündigt und werde mich auf die Suche nach einer Alternative begeben.

Thüringen fördert Freifunk in Gera?

Am 11. August veröffentlichte das Land Thüringen eine Ausschreibung zur Erstellung eines Konzeptes der Förderung von Freifunk in einer Thüringer Kommune. Die Stadt Gera beteiligt sich in enger Zusammenarbeit mit der Freifunk-Community Gera-Greiz an dieser Ausschreibung mit einem eigenen Konzept.

Bereits im Vorfeld wurde vor allem seitens der schon länger bestehenden Communities in Weimar, Erfurt und Jena gemeinsam mit verschiedenen Abgeordneten versucht, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Freifunkförderung in Bahnen zu lenken, welche mit den Zielen der Freifunk-Bewegung vereinbar sind. So wurden viele kleinere Projekte entwickelt, welche dann mittels der Fördergelder umgesetzt werden sollten. Dazu gehörten z.B.:

  • Zuschuss für Teilnahme am 32c3 in Hamburg
  • Erkundung neuer Geräte
  • Entwurf und Gestaltung von Flyern, Aufklebern, Plakaten und Postkarten
  • Sensoren in Freifunknetzen
  • Server für OpenData in Jena
  • Du und Dein Freifunk (Workshop für Praktiker)
  • Solar-/Mobilrouter
  • WLAN in Camburg
  • Freifunk und Offene Daten in Jena
  • u.v.a.

Wir aus Gera haben an den Treffen der thüringer Communities teilgenommen (und auch selbst eines organisiert), die zur Abgabe eines gemeinsamen Konzeptes mit den o.g. Teilprojekten führen sollten. Eigene Ideen zu Projekten wie den oben aufgeführten haben wir da noch nicht eingebracht, weil für uns zu diesem Zeitpunkt der Grundaufbau unserer Community (Gewinnung von Interessenten, Infrastruktur u.ä.) im Mittelpunkt stand. Da haben förderfähige Projekte eher weniger gepaßt.

Nach dem Erscheinen der konkreten Ausschreibung am 11.8. war dann klar, daß durch diese nicht wie gehofft viele verschiedene Einzelprojekte gefördert werden sollen. Stattdessen war die Förderung des Freifunkes in einer einzelnen Kommune das Ziel. Damit machte sich in den thüringer Communities schnell Ernüchterung breit, da die Förderung der einzelnen Projekte nicht mehr aussichtsreich war. Trotzdem wurde verschiedentlich versucht, Kontakte zu den jeweiligen Kommunen zu knüpfen, um die Möglichkeit einer gemeinsamen Förderung auszuloten. Einen solchen Termin hatten wir am 18.8. beim IT-Leiter der Stadt Gera. Dieser Termin war im Gegensatz zu denen der anderen Communities sehr konstruktiv, eine Unterstützung der Community Gera-Greiz konnte man sich gut vorstellen.

Wir haben deswegen den anderen thüringer Communities den Vorschlag gemacht, das positive Feedback aus der Stadt Gera zu nutzen und gemeinsam eine Förderung der Community Gera-Greiz zu unterstützen. Das zu erstellende Konzept sollte zum einen natürlich die allgemeinen Freifunk-Ziele beinhalten, aber auch möglichst viele Bestandteile haben, welche andere thüringer Communities einbringen. Zum Treffen der thüringer Communities am 25. 8. bei uns in Gera war ein solches Vorgehen aber kein Thema. Konsens war, an der Abgabe der kleinen Einzelprojekte festzuhalten, obwohl die nicht zu den Forderungen der Ausschreibung passten. Auch wir aus Gera haben dies mitgetragen, da eine Förderung kleinerer Projekte verschiedener Communities gerechter erschien.

Am 27.8. waren 2 Vertreter der Erfurter Community im Ministerium, um deren Standpunkt nochmal darzulegen. Zu diesem Termin wurde klar, daß seitens des Ministeriums, so wie ausgeschrieben, wirklich erstmal nur der Freifunk in einer Kommune gefördert werden soll. Aus unserer Sicht durchaus nachvollziebar, es sollte sich um ein Modellprojekt handeln, welches bei Erfolg auch in anderen Kommunen umgesetzt werden könnte. Als uns zum nächsten Termin mit der Stadt Gera am 31.8. der konkrete Vorschlag gemacht wurde, ein gemeinsames Konzept zur Freifunk-Förderung in Gera umzusetzen, haben wir zugestimmt. Zu diesem Zeitpunkt war klar, daß die einzelnen Projekte der verschiedenen Communities keine Chance haben werden.

Bis zum 6.9. haben wir dann gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadt Gera ein Konzept entwickelt, welches zu Ziel hat, in Gera die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der Freifunk-Community in Gera zu schaffen. Dazu gehören u.a.:

  • Die Einrichtung eines Hackerspace als zentralen Anlaufpunkt für alle Freifunk-Interessenten. Eine Nutzung durch ähnliche, nicht-Freifunk-Gruppen würde natürlich auch möglich sein.
  • Der Aufbau eines zentralen Backbones. Ausgehend von diesem ist die Erweiterung des Netzes allein durch Aufstellen eines Knotens in Rechweite des Backbones möglich. Damit können auch Interessenten ohne eigenen Internet-Anschluß teilnehmen.
  • Einrichtung von WLAN-Zugängen an wichtigen Orten. Das soll primär dort geschehen, wo nicht damit zu rechnen ist, daß durch private Initiativen eine Erweiterung des Netzes stattfinden wird. Also vor allen in öffentlichen Bereichen (Hofwiesenpark, Sehenswürdigkeiten...)
  • Durch transparente Weitergabe der gesammelten Erfahrungen sollen auch andere Kommunen mit ihren Freifunk-Communities von der Förderung profitieren. Ebenso sollen sich andere Communities mit Vorschlägen für Teilkonzepte oder eigene Teilprojekte einbringen können.

Es wird also im Rahmen des Konzeptes kein fertiges WLAN-Netz mit vielen Hotspots erstellt, sondern es soll entsprechend den Freifunk-Idealen ein Netz zum Mitmachen entstehen. Das eingereichte Konzept kann man sich hier ansehen: Projektantrag Freifunk-Kommune Gera 2015.pdf

Am 10.9. gegen 17:30 (also nach dem Ende der Angebotsfrist) erschien dann eine Pressemitteilung, in welcher angeblich im Namen aller thüringer Freifunker die Ablehnung des vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) ausgeschriebenen Konzeptauswahlverfahrens "Pilotprojekt Freifunk in Thüringen" zum Ausdruck gebracht wird. Demnach wäre die "Pilotprojektförderung inkompatibel zu Freifunk". Wir als Freifunker der Community Gera-Greiz bedauern dieses Vorgehen sehr. Sowohl wir als auch viele andere thüringer Freifunker wurden über die Erstellung einer solchen Pressemitteilung nicht informiert, eine vorherige Diskussion war so nicht möglich. Ansonsten hätten wir eine Pressemitteilung in dieser Form abgelehnt.

Wir finden die Ausschreibung des TMWWDG auch nicht ideal, sondern hätten uns eine Förderung aller thüringer Communities mit entsprechenden Teilprojekten gewünscht. Im Gegensatz zu den Verfassern der Pressemitteilung halten wir die Ausschreibung, vor allem in deren Auslegung durch das Konzept mit der Stadt Gera, durchaus für mit den Zielen der Freifunk-Bewegung vereinbar. Sollten wir die Möglichkeit zu deren Umsetzung erhalten, würde das in unseren Augen zu einer sehr positiven Entwicklung der Freifunk-Bewegung in unserer Region führen.

Neuer Internet-Übergang

Wegen der Störerhaftung haben wir ja bisher alle Daten Richtung Internet über ein VPN nach Schweden geleitet. Das ist zwar völlig legal, nur haftet man in Schweden (wie in den meisten Ländern außer Deutschland) nicht für Dinge, die man selbst gar nicht getan hat. Teilweise führt das aber zu komischen Effekten: man bekommt z.B. schwedische Werbung angezeigt, weil die Webseite "denkt", man kommt aus Schweden.

Seit heute nutzen wir stattdessen nun (zumindest für IPv4) einen Internet-Zugang, den der Förderverein Freie Netzwerke e.V. in Berlin zur Verfügung stellt. Kontrollieren kann man das z.B. durch Aufruf der Webseite von utrace. Damit wird man von allen Webseiten wieder als deutscher Benutzer wahrgenommen. Außerdem entfällt der manchmal geäußerte "Makel", wir würden durch die Überleitung ins Ausland etwas Illegales tun. In Kürze werden wir dann auch den IPv6-Verkehr über Berlin leiten, momentan läuft der noch über Schweden. Im nächsten Schritt wird es dann noch einen zweiten Internet-Übergang über den Freifunk Rheinland e.V. geben.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Freifunkern aus Berlin für die Schaffung dieser Möglichkeit und deren Unterstützung!

Da es sich um eine größere Umstellung handelt, können natürlich auch Probleme auftreten. Diese können uns im Forum oder über die anderen Kontaktmöglichkeiten mitgeteilt werden.
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