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Was ist Freifunk?
CC-BY-SA/3.0 Philipp Seefeldt

Was ist Freifunk?

Unsere Vision ist die Demokratisierung der Kommunikationsmedien durch freie Netzwerke. Die praktische Umsetzung dieser Idee nehmen Freifunk-Communities in der ganzen Welt in Angriff.

Freifunk steht für freie Kommunikation in digitalen Datennetzen.

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Wir suchen Menschen, die sich aktiv am Netzausbau beteiligen wollen oder die Idee des freien Netzes weitertragen und -entwickeln. Dafür brauchen wir nicht nur Computer-Freaks

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Ftreifunk-Router
CC-BY-SA/3.0 FF Community Paderborn

Router Aufstellen

Du kannst Dir einen geeigneten WLAN-Router selbst kaufen und für Freifunk einrichten. Das ist gar nicht so schwer und wird hier im Wiki genau beschrieben. Du kannst aber auch für ca. 40 € einen fertig eingerichteten Router von uns bekommen. Auch ein Blick in den Flohmarkt lohnt sich. Beim Aufstellen des Routers helfen wir ebenfalls gern.

  Schreib uns einfach!  

Am 11. August veröffentlichte das Land Thüringen eine Ausschreibung zur Erstellung eines Konzeptes der Förderung von Freifunk in einer Thüringer Kommune. Die Stadt Gera beteiligt sich in enger Zusammenarbeit mit der Freifunk-Community Gera-Greiz an dieser Ausschreibung mit einem eigenen Konzept.

Bereits im Vorfeld wurde vor allem seitens der schon länger bestehenden Communities in Weimar, Erfurt und Jena gemeinsam mit verschiedenen Abgeordneten versucht, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Freifunkförderung in Bahnen zu lenken, welche mit den Zielen der Freifunk-Bewegung vereinbar sind. So wurden viele kleinere Projekte entwickelt, welche dann mittels der Fördergelder umgesetzt werden sollten. Dazu gehörten z.B.:

  • Zuschuss für Teilnahme am 32c3 in Hamburg
  • Erkundung neuer Geräte
  • Entwurf und Gestaltung von Flyern, Aufklebern, Plakaten und Postkarten
  • Sensoren in Freifunknetzen
  • Server für OpenData in Jena
  • Du und Dein Freifunk (Workshop für Praktiker)
  • Solar-/Mobilrouter
  • WLAN in Camburg
  • Freifunk und Offene Daten in Jena
  • u.v.a.

Wir aus Gera haben an den Treffen der thüringer Communities teilgenommen (und auch selbst eines organisiert), die zur Abgabe eines gemeinsamen Konzeptes mit den o.g. Teilprojekten führen sollten. Eigene Ideen zu Projekten wie den oben aufgeführten haben wir da noch nicht eingebracht, weil für uns zu diesem Zeitpunkt der Grundaufbau unserer Community (Gewinnung von Interessenten, Infrastruktur u.ä.) im Mittelpunkt stand. Da haben förderfähige Projekte eher weniger gepaßt.

Nach dem Erscheinen der konkreten Ausschreibung am 11.8. war dann klar, daß durch diese nicht wie gehofft viele verschiedene Einzelprojekte gefördert werden sollen. Stattdessen war die Förderung des Freifunkes in einer einzelnen Kommune das Ziel. Damit machte sich in den thüringer Communities schnell Ernüchterung breit, da die Förderung der einzelnen Projekte nicht mehr aussichtsreich war. Trotzdem wurde verschiedentlich versucht, Kontakte zu den jeweiligen Kommunen zu knüpfen, um die Möglichkeit einer gemeinsamen Förderung auszuloten. Einen solchen Termin hatten wir am 18.8. beim IT-Leiter der Stadt Gera. Dieser Termin war im Gegensatz zu denen der anderen Communities sehr konstruktiv, eine Unterstützung der Community Gera-Greiz konnte man sich gut vorstellen.

Wir haben deswegen den anderen thüringer Communities den Vorschlag gemacht, das positive Feedback aus der Stadt Gera zu nutzen und gemeinsam eine Förderung der Community Gera-Greiz zu unterstützen. Das zu erstellende Konzept sollte zum einen natürlich die allgemeinen Freifunk-Ziele beinhalten, aber auch möglichst viele Bestandteile haben, welche andere thüringer Communities einbringen. Zum Treffen der thüringer Communities am 25. 8. bei uns in Gera war ein solches Vorgehen aber kein Thema. Konsens war, an der Abgabe der kleinen Einzelprojekte festzuhalten, obwohl die nicht zu den Forderungen der Ausschreibung passten. Auch wir aus Gera haben dies mitgetragen, da eine Förderung kleinerer Projekte verschiedener Communities gerechter erschien.

Am 27.8. waren 2 Vertreter der Erfurter Community im Ministerium, um deren Standpunkt nochmal darzulegen. Zu diesem Termin wurde klar, daß seitens des Ministeriums, so wie ausgeschrieben, wirklich erstmal nur der Freifunk in einer Kommune gefördert werden soll. Aus unserer Sicht durchaus nachvollziebar, es sollte sich um ein Modellprojekt handeln, welches bei Erfolg auch in anderen Kommunen umgesetzt werden könnte. Als uns zum nächsten Termin mit der Stadt Gera am 31.8. der konkrete Vorschlag gemacht wurde, ein gemeinsames Konzept zur Freifunk-Förderung in Gera umzusetzen, haben wir zugestimmt. Zu diesem Zeitpunkt war klar, daß die einzelnen Projekte der verschiedenen Communities keine Chance haben werden.

Bis zum 6.9. haben wir dann gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadt Gera ein Konzept entwickelt, welches zu Ziel hat, in Gera die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der Freifunk-Community in Gera zu schaffen. Dazu gehören u.a.:

  • Die Einrichtung eines Hackerspace als zentralen Anlaufpunkt für alle Freifunk-Interessenten. Eine Nutzung durch ähnliche, nicht-Freifunk-Gruppen würde natürlich auch möglich sein.
  • Der Aufbau eines zentralen Backbones. Ausgehend von diesem ist die Erweiterung des Netzes allein durch Aufstellen eines Knotens in Rechweite des Backbones möglich. Damit können auch Interessenten ohne eigenen Internet-Anschluß teilnehmen.
  • Einrichtung von WLAN-Zugängen an wichtigen Orten. Das soll primär dort geschehen, wo nicht damit zu rechnen ist, daß durch private Initiativen eine Erweiterung des Netzes stattfinden wird. Also vor allen in öffentlichen Bereichen (Hofwiesenpark, Sehenswürdigkeiten...)
  • Durch transparente Weitergabe der gesammelten Erfahrungen sollen auch andere Kommunen mit ihren Freifunk-Communities von der Förderung profitieren. Ebenso sollen sich andere Communities mit Vorschlägen für Teilkonzepte oder eigene Teilprojekte einbringen können.

Es wird also im Rahmen des Konzeptes kein fertiges WLAN-Netz mit vielen Hotspots erstellt, sondern es soll entsprechend den Freifunk-Idealen ein Netz zum Mitmachen entstehen. Das eingereichte Konzept kann man sich hier ansehen: Projektantrag Freifunk-Kommune Gera 2015.pdf

Am 10.9. gegen 17:30 (also nach dem Ende der Angebotsfrist) erschien dann eine Pressemitteilung, in welcher angeblich im Namen aller thüringer Freifunker die Ablehnung des vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) ausgeschriebenen Konzeptauswahlverfahrens "Pilotprojekt Freifunk in Thüringen" zum Ausdruck gebracht wird. Demnach wäre die "Pilotprojektförderung inkompatibel zu Freifunk". Wir als Freifunker der Community Gera-Greiz bedauern dieses Vorgehen sehr. Sowohl wir als auch viele andere thüringer Freifunker wurden über die Erstellung einer solchen Pressemitteilung nicht informiert, eine vorherige Diskussion war so nicht möglich. Ansonsten hätten wir eine Pressemitteilung in dieser Form abgelehnt.

Wir finden die Ausschreibung des TMWWDG auch nicht ideal, sondern hätten uns eine Förderung aller thüringer Communities mit entsprechenden Teilprojekten gewünscht. Im Gegensatz zu den Verfassern der Pressemitteilung halten wir die Ausschreibung, vor allem in deren Auslegung durch das Konzept mit der Stadt Gera, durchaus für mit den Zielen der Freifunk-Bewegung vereinbar. Sollten wir die Möglichkeit zu deren Umsetzung erhalten, würde das in unseren Augen zu einer sehr positiven Entwicklung der Freifunk-Bewegung in unserer Region führen.

Wegen der Störerhaftung haben wir ja bisher alle Daten Richtung Internet über ein VPN nach Schweden geleitet. Das ist zwar völlig legal, nur haftet man in Schweden (wie in den meisten Ländern außer Deutschland) nicht für Dinge, die man selbst gar nicht getan hat. Teilweise führt das aber zu komischen Effekten: man bekommt z.B. schwedische Werbung angezeigt, weil die Webseite "denkt", man kommt aus Schweden.

Seit heute nutzen wir stattdessen nun (zumindest für IPv4) einen Internet-Zugang, den der Förderverein Freie Netzwerke e.V. in Berlin zur Verfügung stellt. Kontrollieren kann man das z.B. durch Aufruf der Webseite von utrace. Damit wird man von allen Webseiten wieder als deutscher Benutzer wahrgenommen. Außerdem entfällt der manchmal geäußerte "Makel", wir würden durch die Überleitung ins Ausland etwas Illegales tun. In Kürze werden wir dann auch den IPv6-Verkehr über Berlin leiten, momentan läuft der noch über Schweden. Im nächsten Schritt wird es dann noch einen zweiten Internet-Übergang über den Freifunk Rheinland e.V. geben.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Freifunkern aus Berlin für die Schaffung dieser Möglichkeit und deren Unterstützung!

Da es sich um eine größere Umstellung handelt, können natürlich auch Probleme auftreten. Diese können uns im Forum oder über die anderen Kontaktmöglichkeiten mitgeteilt werden.

Die erste ostthüringer Gartenanlage ist nun mit Freifunk versorgt: die Kleingartenanlage Kirchfeld in Ronneburg. Damit kann man dort nach getaner Gartenarbeit nicht nur  mit einer Roster und einem Bierchen, sondern auch beim Surfen im Internet entspannen smiley. Wer noch einen der wenigen, nun wesentlich begehrteren freien Gärten haben will, sollte sich schnell beim Gartenvorstand melden smiley.

Die Anbindung erfolge per Mesh-WLAN über die nahegelegenen Neubaublöcke. Die genaue Installation ist im Wiki beschrieben. Wer ebenfalls eine Gartenanlage "verfreifunken" möchte, findet dort evtl. ein paar Anregungen. Ansonsten kann auch im Forum gefragt werden.

CC BY-SA 2.5
by Arpad Horvath
Im Downloadbereich steht eine neue experimentelle Firmware für unsere Knoten bereit. Das ist unsere Version 0.7.2-exp20150812, welche auf dem gerade veröffentlichten Gluon v2015.1.2 basiert. Von uns gibt es außer dem erneuten Einfügen der neuen Statusseite keine Änderungen, so daß die Releasenotes 1:1 auch für uns gelten. Die wesentlichsten Dinge daraus sind:
  • Unterstützung neuer Hardware von TP-Link:
    • TL-WA701N/ND (v2)
    • TL-WA801N/ND (v1)
    • TL-WA830RE (v2)
    • TL-WR740N / TL-WR741ND (v5)
  • Die Ubiquiti-Router Loco M, Picostation M and Rocket M haben jetzt jeweils ihr eigenes Image. Das ist zwar nur eine Kopie der bisher dafür zu nutzenden Bullet M Firmware. Dadurch werden nun aber die immer wieder auftauchenden Unklarheiten beseitigt, außerdem erfolgt eine korrekte Darstellung in der Statistik. In der Knotenanzeige und der Statisktik unserer Karte erscheinen diese Geräte dennoch alle als "Ubiquiti Bullet M", deswegen lohnt sich ein Neuflashen also nicht.
  • etliche Bugs wurden gefixt

Auf die Knoten mit experimenteller Firmware wurde die neue Version bereits per Auto-Update verteilt und läuft problemlos. Wer selbst mit testen möchte, kann das Update "von Hand" installieren. Sollten keine Probleme auftreten, werden wir in der kommenden Woche auch die stabile Firmware updaten.

Heute möchte ich einmal zusammenfassen, was es in letzter Zeit in unserer Community und darüber hinaus so an Neuigkeiten gab.

Wie man z.B. auf unserer Karte sehen kann (Diagramm unter "Statistiken), ist ein stetiges Wachstum an Knoten zu verzeichnen. Das ist sehr erfreulich, zeigt es doch das allgemein wachsende Interesse am Freifunk. Durch die steigende Knotenzahl erhöht sich natürlich auch die Zahl der Clients, also die der eigentlichen Nutzer. Dafür haben wir leider noch keine Statistik (wer eine solche erstellen möchte, kann sich gern melden), man sieht nur die aktuelle Anzahl in der Karte. Wir haben aber eine Traffic-Statistik vom Gateway, auch dort wirkt sich das Wachstum natürlich aus.

Hier zeigt sich gleich eine der wesentlichen Anforderungen an unsere Infrastruktur: Wir brauchen ein zweites Gateway. Sollte das erste Gateway einmal ausfallen (z.B. auch nur, weil ein Update durchgeführt werden soll), geht in der kompletten Community (fast) nichts mehr. Für ein solches Gateway benötigt man einen (virtuellen) Server mit einer guten Netzwerk-Anbindung, am besten bei einem Hoster im Rechenzentrum. Die Kosten belaufen sich auf ca. 7€ pro Monat für einen virtuellen Server sowie evtl. nochmal 5€ im Monat für ein VPN. Wer das übernehmen möchte oder einen Sponsor kennt, kann sich ebenfalls gern melden. Die Konfiguration und das Management kann entweder gleich mit erledigt werden oder die Admins vom Gateway1 machen das mit. Wer das selbst machen möchte, erhält natürlich die erforderliche Unterstützung bei der Installation.

Die meisten unserer Knoten sind derzeit bei deren Betreibern zuhause installiert. Das ist auch das empfohlene Vorgehen, so kann man erste Erfahrungen mit der Technik und deren Nutzung sammeln. Für eine weitere Verbreitung ist dann das Aufstellen weiterer Knoten an geeigneten Standorten nützlich. Hierzu kann jeder beitragen und Freifunk weiterempfehlen, z.B. auch an Gaststätten, Friseure, Vereine u.v.a. Auf Anfrage können wir dazu gern weiteres Werbematerial zur Verfügung stellen. Ein besonderes Lob geht bei dieser Gelegenheit an Sebastian, der seine Installation in Weißendorf vorbildlich im Wiki dokumentiert hat. So sollten wir das vor allem bei Installationen im öffentlichen Bereich immer machen - dadurch kann bei Problemen auch mal ein anderer den Support übernehmen.

Interessante Neuigkeiten gibt es auch aus der Politik. Das Land Thüringen fördert Freifunkprojekte mit insgesamt 100.000 Euro. Konkret handelt es sich um ein

"Programm zur Unterstützung von bürgerschaftlichen Initiativen, soziokulturellen Gruppen und Vereinen des nichtgewerblichen Bereiches für die Förderung von Freifunk und von Aktivitäten zur Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Thüringen"

Die Netzpolitikerinnen von den Grünen (Madeleine Henfling) und der Linken (Katharina König) trafen sich mit uns Freifunkern und gemeinsam bewerteten wir die Möglichkeiten, wie eine konkrete Freifunkförderung durch das Land gestaltet werden kann.

Zurzeit arbeiten die Freifunk-Communitys in Weimar, Jena, Gera-Greiz und Erfurt gemeinsam an der Ausarbeitung der Förderrichtlinien und der einheitlichen Projektplanung, um die Freifunkförderung überregional und nachhaltig zu entwickeln. Das können reine Hardware-Projekte wie der Kauf von Routern, Richtfunkanlagen oder das Mieten von Servern für VPN-Zugänge sein. Aber auch die Erstellung von Flyern, Postern, Aufklebern und Dokumenten, um in vielen weiteren Städten Freifunk bekannt zu machen. Letztlich werden auch Veranstaltungen geplant, um Freifunk vor Ort bei Bürgern und Verantwortlichen vorzustellen. Denn eine finanzielle Förderung allein hilft noch nicht, den Menschen zu zeigen, wie es funktioniert. Dazu braucht es mehr Zeit, Überzeugungsarbeit und neue Plätze und Dächer, wo Knoten aufgebaut werden können. Die Landesregierung wird uns auch dabei helfen, auf und in Gebäuden des Landes Geräte aufzubauen, um den öffentlichen Raum zu stärken.

Die finanzielle Förderung ist ein enormer Vorteil für zukünftige Projekte und wir bedanken uns für das Vertrauen der Landesregierung in die Arbeit der Freifunkinitiativen. Allerdings bedeutet es auch für uns, nun konkret weitere Projekte zu Planen und umzusetzen. Und sie werden hier ausführlich dokumentiert und vorgestellt.

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CC-BY-SA/3.0 Philipp Seefeldt

Wir treffen uns regelmäßig jeden 1. Mittwoch im Monat im Ferberturm in Gera zu allen Themen rund ums Freifunken. Unregelmäßig gibt es Treffen zu speziellen Themen, die wir auch hier ankündigen. Die nächsten Termine:

Protokolle der vergangenen Treffen können im Wiki nachgelesen werden.


Für weitere (virtuelle) Treffen steht außerdem immer unser Mumble (mumble.ffggrz.de) zum Kennenlernen und Ideen austauschen zur Verfügung.